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Wie entstand die Cattery?


Als mein ca. 14-jähriger Hauskater Panther verstarb blieb mein Hauskatzenmädchen Kimi (12 Jahre) allein zurück. Nach einem Jahr planten wir eine vierwöchige Reise und unsere Katze sollte in unserer Wohnung von meinem Bruder versorgt werden. Zu diesem Zeitpunkt kam uns dann die Überlegung, daß Kimi sich mit einer zweiten Katze während unserer Abwesenheit vielleicht wohler fühlen könnte. Eine Tierheimkatze kam aber nicht in Frage, da Kimi ungeimpft war und wir Angst hatten, sie könnte sich eine Krankheit zuziehen. Außerdem sollte es ein Baby sein, damit sie den Neuzugang besser annimmt. Wir sahen uns in einem Buch die verschiedenen Katzenrassen an, studierten auch deren Wesensbeschreibungen und interessierten uns daraufhin für die Russisch Blau Katze. Es erfolgte ein Anruf bei der Edelkatzenvermittlungsstelle in Nürnberg. Wir ließen wissen, daß wir darauf Wert legen, daß der Züchter seine Katzen liebevoll behandelt und gut versorgt, so daß man ein Kätzchen guten Gewissens kaufen kann. Nach einem netten und ausführlichen Gespräch nannte uns die Dame der Vermittlungsstelle den Namen und die Telefonnummer einer ihr persönlich bekannten Züchterin, Frau Dorenberg.

Ein Anruf bei ihr ergab, daß sie zur Zeit einen Wurf von drei kleinen Katern hatte, von denen noch einer zu vergeben war. Wir vereinbarten einen Besuchstermin am darauffolgenden Wochenende. Voller Spannung sind wir beide also am Sonntag 200 km weit gefahren, um endlich ein lebendes Exemplar dieser raren Rasse zu sehen und wir waren vom Charme dieser Katzen - wie auch von deren menschlichen Lebensgefährten - sofort eingenommen. Das Haus beherbergte ca. 15 Katzen, da auch die inzwischen kastrierten Tiere weiterhin dort ihr Zuhause haben. Das ist leider in Züchterkreisen nicht immer üblich. Alle Katzen machten einen zufriedenen, gesunden und gelösten Eindruck. Obwohl wir völlig fremd für die Mutterkatze waren, ließ sie es zu, daß wir ihre Kleinen betrachteten und in die Hand nahmen. Nachdem ein Kaufvertrag für einen der kleinen Kater, unseren Akiba vom Amorsbrunn, geschlossen war, trennten wir uns nach mehrstündigem Besuch. Bis zum Abholtermin besuchten wir Akiba leider nur noch einmal, da zwischendurch unsere Amerikareise lag. Unsere Kimi war allerdings gar nicht begeistert von dem Familienzuwachs. Sie lehnte Akiba ab, der ein solches Betragen nicht gewohnt war, schließlich gab es vorher jede Menge Tanten und Onkel. Er merkte es sich jedoch und als Kimi nach einiger Zeit mit ihm schmusen wollte, erwiderte er ihre Zuneigungsbezeugungen nicht. Sie ignorierten sich - weitgehendst ohne Agressionen (Fauchen)- und das blieb so bis zu Kimis Tod etwa ein Jahr später.

Im Nachhinein betrachtet war es falsch, ein Jungtier zu unserer alten Katze hinzuzunehmen. Künftig kommen entweder zwei Babies zur Altkatze oder wir belassen es dabei, die Katze alleine zu halten und mit viel Zuwendung zu verwöhnen.

Inzwischen gibt es drei Russen bei uns. Die ersten beiden holten wir als Liebhabertiere zu uns und ließen sie als erwachsene Katzen kastrieren. Die dritte Katze wurde jedoch unsere erste Zuchtkatze. Raissa ist inzwischen zwei Jahre alt und hat auch ihre ersten Lorbeeren bei Ausstellungen erworben. Züchten wollen wir, um diese wunderbare alte Rasse nach englischem Rassestandard (bspw. hoch am Kopf sitzende Ohren) zu erhalten. Übrigens ist allen Richtern, in den bisher von uns besuchten Ausstellungen das liebe Wesen unserer Katzen aufgefallen. Ein guter Züchter berücksichtigt bei der Auswahl seiner Zuchtkatzen nicht nur das gute Aussehen sondern auch den Charakter, das Wesen seiner Tiere. Unsere erster Wurf ist inzwischen fast ein Jahr alt und hat unsere Erwartungen hinsichtlich Aussehen und Wesen übertroffen. Wir sind also auf dem richtigen Weg.



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